Nee ehrlich, ich könnt gerade echt kotzen. Da erfahre ich eben von Diana, dass es hier in Deutschland ein Transmädel von 11 Jahren gibt, dem eine Zwangseinweisung in die Psychatrie droht. Die Kleine lebt schon seit Jahren so, die Mutter unterstützt sie in allem und der Vater, der getrennt von ihr leben soll, schiesst voll quer. Die Mutter wäre schuld, dass der “Sohn” sich wie ein Mädchen benimmt und hat das Jugendamt eingeschaltet. Die vom Amt haben mit den Eltern gesprochen, aber nicht mit dem Kind und sind zu dem Schluss gekommen, dass es wohl das Beste für’s Kind ist, wenn es eine Therapie macht.
Tja, nun weiss man nicht, ob der Vater sich nur Sorgen macht, oder ob er gegen die Mutter schiesst, weil sie eben getrennt sind. Leidtragende ist nun dieses arme Mädchen, die nun vermutliche fürchterliche Ängste austeht, weil sie nicht weiss, was sie in Zukunft erwartet. Â
Laut einem Zeitungsbericht ist die Kleine nie richtig untersucht worden, aber bemerkenswert finde ich die Antwort, die sie gab, als sie gefragt wurde, seit wann sie denn wisse, dass sie ein Mädche ist. Sie stellte einfach die Gegenfrage “Seit wann wissen sie es denn?”. Man weiss es eben einfach und das ist meines Erachtens alterunabhängig.
Der Zeitungsbericht nimmt mir zum grossen Teil die Worte aus dem Mund, bzw Professor Rauchfleisch tut es. Man kann nicht einfach eine Handvoll Rollenklischees ausgraben und dann mal gucken, wie das Kind drauf reagiert. Vor allem hätte darauf reagiert werden sollen, dass das Mädel lieber sterben wolle, als als Junge leben zu müssen. Und warum muss es gleich eine Psychatrie sein, stellt ihr Leute zur Seite, die sich wirklich auskennen, und kämpft nicht so verbissen darum, etwas aus ihr zu machen, was sie nicht ist.
Es heisst zwar, das Wohl des Kindes wäre das Wichtigste, aber ich habe den Eindruck, dass es hier mehr um unterdrückte Ängste geht, vielleicht um das Ansehen (Was sagen die Leute) oder der fehlende Wille, sich mit etwas Unbekannten, fremd wirkenden vertraut zu machen, es kann jeden anderen treffen, aber bitte nicht mich bzw mein Kind. Denkt an die Kleine um Himmels Willen, es ist IHR Leben und SIE muss damit mehr umgehen können als alle anderen, für SIE ist der Kampf am härtesten und den kann sie nur gewinnen, wenn sie die Unterstützung bekommt, die sie so dringend braucht.
Kein Psychater der Welt kann sie “umpolen”, wenn sie wirklich ein Mädchen ist, sie kann sich höchstens anpassen, sich selber unterdrücken –  und dabei ihr Leben lang unglücklich sein – oder sie hängt am nächsten Baum. Ist es das Wert? Ich denke nein.
Mehr zu diesem traurigen Vorfall:
TAZ: Transsexualität im Kindesalter – Wer wollte das rosa Einhorn?
DuoInferale: Sorry, ich muss mich mal kurz übergeben
ATME: Die taz schreibt und ATME schweigt. Eine Geschichte
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