Kann mal jemand die Zeit um zwei Wochen zurückdrehen? Oder vorwärts? Hier auf dem Sofa fehlt nämlich was, etwas Süsses, etwas Schnuckliges, etwas Kuschliges, etwas Beglückendes – ich will mein Schatzi zurück, aber echt *jammer*
Die zweite Ferienwoche lässt sich relativ kurz beschreiben, lest einfach den Beitrag der ersten Woche, das kommt so ziemlich hin
Ausser, dass wir in der zweiten Woche nicht mit meinem Vater essen gingen, dafür waren wir am Donnerstag Abend im Pub, was ebenfalls ein Mordsspass war. Um Neun waren wir die ersten Gäste und um halb Zwei liessen wir uns mit dem Taxi heimkarren, dazwischen lagen ein paar unterhaltsame Stunden und viele Gespräche, die die Zeit im Flug vergehen liessen – und die Tatsache, dass wir Beide am anderen Tag etwas Kopfschmerzen hatten, drängt den Verdacht auf, dass einer der Caipirinhas oder ein IrishCoffee oder ein Guinness irgendwie nicht gut war – aber egal, wir hatten ne Menge Spass
Mamma Diana? Biste bekloppt?
Amüsanter Höhepunkt des Abends war, als wir von einem der Gäste gefragt wurden, ob wir Mutter und Tochter seien. Öhm, heeeeeeyyyyyy, so alt seh ich nun wirklich nicht aus, also echt. Das hatte sicher damit zu tun, dass Juliet so ein Kindskopf ist, jawoll, Mutter, was soll denn der Scheiss? Ich bin ja nur 11 Jahre älter als Juliet und innerlich immer noch in der Pupertät, da isses ja schon a bisserl frech – anderseits, dass man uns für Verwandte hält, ist ja süss, wir sind uns ja in vielerlei Hinsicht sehr ähnlich, vorallem weil wir sehr ähnliche Haare haben und an dem Abend waren wir auch beide mit rotem Oberteil, schwarzem Rock und schwarzen Stiefeln unterwegs, es war offensichtlich, dass wir irgendwie zusammen gehören. Aber Mutter, also echt *empörtguckt* – nochmal anderseits, es gab Zeiten da wurde ich gefragt, ob ich n’Kerl oder n’Mädel bin, so gesehen hatte es auch etwas Erfreuliches, dass ich da mal schnell zur Mutter muttierte
Entzugserscheinungen
Tja und nun isse wech, meine Süsse – und erschreckenderweise habe ich bereits Entzugserscheinungen der bizarren Art. Nicht nur, dass ich letzte Nacht wieder unruhig schlief und über ein dutzend Mal aufwachte, ich bekam auch wieder eine meiner berüchtigten Nacht-Fressattacken. Nebst einer halben Tüte Salzbretzel, die ich im Halbschlaf verdrückte, verschwand auch etwa ein Liter Cola, alle 2-3 Stunden stolperte ich geisterhaft zum Kühlschrank, schüttete 3dl Cola in mich rein und legte mich wieder hin. Das Seltsame ist, dass ich das zwei Wochen lang nicht mehr hatte, nicht ein einziges Mal bin ich in der Nacht aufgestanden um etwas zu essen oder zu trinken. Dass solche Nachtwandel-Spinnereien gleich gestern wieder losgingen, obwohl ich mir doch auf dem Heimweg zum Trost noch einen “Kebab im Fladäbrot ohni Tomatä mit bitzeli scharf” gönnte, bestätigte mir definitiv, dass meine gelegentlichen Nachtfressattacken damit zu tun haben, dass mir einfach etwas fehlt, wenn ich allein im Bett liege.
Stiiiiiihiiiilllleeeee Naaaaacht
So schmerzlich der Abschied auch jedes Mal ist und wir uns dann jeweils trösten mit dem Satz: Nach dem Wochenende ist vor dem Wochenende, so sind wir diesmal noch mehr geströstet, denn bis zu unserem nächsten Wiedersehen geht es keine zwei Wochen mehr und vorallem heisst es diesmal: Nach den Ferien ist vor den Ferien – weil ich an Weihnachten für eine Woche nach Hamburg gehe – jauh – dann kann ich wieder ruhig schlafen – und kuscheln – und liebhaben – und geliebhabtsein
Also hopp hopp, Zeit, mach vorwärts…………….
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