Duo Infernale

Wir teilen alles – aber nicht uns

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23

Jan

Sorry, ich muss mich mal kurz übergeben

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Nee ehrlich, ich könnt gerade echt kotzen. Da erfahre ich eben von Diana, dass es hier in Deutschland ein Transmädel von 11 Jahren gibt, dem eine Zwangseinweisung in die Psychatrie droht. Die Kleine lebt schon seit Jahren so, die Mutter unterstützt sie in allem und der Vater, der getrennt von ihr leben soll, schiesst voll quer. Die Mutter wäre schuld, dass der “Sohn” sich wie ein Mädchen benimmt und hat das Jugendamt eingeschaltet. Die vom Amt haben mit den Eltern gesprochen, aber nicht mit dem Kind und sind zu dem Schluss gekommen, dass es wohl das Beste für’s Kind ist, wenn es eine Therapie macht.

Tja, nun weiss man nicht, ob der Vater sich nur Sorgen macht, oder ob er gegen die Mutter schiesst, weil sie eben getrennt sind. Leidtragende ist nun dieses arme Mädchen, die nun vermutliche fürchterliche Ängste austeht, weil sie nicht weiss, was sie in Zukunft erwartet.  

Laut einem Zeitungsbericht ist die Kleine nie richtig untersucht worden, aber bemerkenswert finde ich die Antwort, die sie gab, als sie gefragt wurde, seit wann sie denn wisse, dass sie ein Mädche ist. Sie stellte einfach die Gegenfrage “Seit wann wissen sie es denn?”. Man weiss es eben einfach und das ist meines Erachtens alterunabhängig.

Der Zeitungsbericht nimmt mir zum grossen Teil die Worte aus dem Mund, bzw Professor Rauchfleisch tut es. Man kann nicht einfach eine Handvoll Rollenklischees ausgraben und dann mal gucken, wie das Kind drauf reagiert. Vor allem hätte darauf reagiert werden sollen, dass das Mädel lieber sterben wolle, als als Junge leben zu müssen. Und warum muss es gleich eine Psychatrie sein, stellt ihr Leute zur Seite, die sich wirklich auskennen, und kämpft nicht so verbissen darum, etwas aus ihr zu machen, was sie nicht ist.

Es heisst zwar, das Wohl des Kindes wäre das Wichtigste, aber ich habe den Eindruck, dass es hier mehr um unterdrückte Ängste geht, vielleicht um das Ansehen (Was sagen die Leute) oder der fehlende Wille, sich mit etwas Unbekannten, fremd wirkenden vertraut zu machen, es kann jeden anderen treffen, aber bitte nicht mich bzw mein Kind. Denkt an die Kleine um Himmels Willen, es ist IHR Leben und SIE muss damit mehr umgehen können als alle anderen, für SIE ist der Kampf am härtesten und den kann sie nur gewinnen, wenn sie die Unterstützung bekommt, die sie so dringend braucht.

Kein Psychater der Welt kann sie “umpolen”, wenn sie wirklich ein Mädchen ist, sie kann sich höchstens anpassen, sich selber unterdrücken –  und dabei ihr Leben lang unglücklich sein – oder sie hängt am nächsten Baum. Ist es das Wert? Ich denke nein.

Mehr zu diesem traurigen Vorfall:
TAZ: Transsexualität im Kindesalter – Wer wollte das rosa Einhorn?
DuoInferale: Sorry, ich muss mich mal kurz übergeben
ATME: Die taz schreibt und ATME schweigt. Eine Geschichte
Inka: Wegen Transsexualität in die Psychiatrie
Inka: Die Politik ist gefordert
Inka: Zwei bewegende Anrufe
Inka: Offener Brief an Klaus Wowereit

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17

Nov

Jubiläum- Ein Jahr ” Es ist ein Mädchen”

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Ein beklopptes Paar, Transsexualität

Okay, das Jubiläum war eigentlich schon gestern, aber Lars, PC, WOW und so…Wir hätten das beide fast vergessen, wenn nicht auch ich ein kleines Jubiläum gehabt hätte ( Am 15.11. hatte ich Einjähriges beim Roten Kreuz), und, moment mal…da war doch was..ja richtig, Diana’s grosser Tag war gestern vor einem Jahr, als der Chirurg Hand und Skalpell an sie legte und dafür sorgte, dass sie nun auch endlich äusserlich ein richtiges Mädchen ist. Und er hat gute Arbeit geleistet, ich glaube, glücklicher war Diana in ihrem ganzen Leben nicht, wie in dem Augenblick, als sie aus der Narkose aufwachte und dachte “Es ist vollbracht”. Und verrückt wie das Weib nunmal ist, ging sie denselben Abend noch online…

Das war ein Tag…vormittags die Anspannung, ständiger Blick auf die Uhr, das Handy griffbereit, der Gedanke, dass ich nicht bei ihr sein kann, weil ich erst einen neuen Job angefangen habe, ein ungeduldiger Anruf bei Papa, die Erlösung, als Papa zurückrief, alles ist gut…lasst mich nach Hause, ich bin erst beruhigt, wenn ich Diana kurz selber gehört habe. Dann gab es zwar noch ein paar kleinere Komplikationen, aber die waren glücklicherweise schnell in den Griff zu kriegen. Diana schrieb in ihrem Blog, dass es ihr sehr viel länger vorkommt als ein Jahr, und mir manchmal auch, aber jetzt, wo ich drüber schreibe, ist es fast, als wäre es erst letzte Woche gewesen.

Vorbei sind die Zeiten, als Diana Blut und Wasser geschwitzt hat, wenn sie am Flughafen durch die Kontrolle ging oder sie sich vor mir geniert hat, weg ist das Gefühl ” da ist was fehl am Platze”, jetzt ist alles so, wie es schon immer hätte sein sollen –  Happy Jubiläum, meine Süssmaus !!!

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9

Nov

Diana’s Bruder

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Diana ist zwar ein Einzelkind, aber es gibt eine Person in ihrem Leben, die ich nie kennengelernt habe und der ich irgendwann den Namen “grosser Bruder” gegeben habe. Darauf gekommen bin ich, als sie mir Fotos von sich von früher zeigte, als sie noch nicht so ganz nach Diana aussah. Dieser Mensch, auf dem ersten Blick ein Kerl, hatte so gar nichts mit meiner Süssen gemeinsam. Bis auf  eine gewisse “Familienähnlichkeit”, die Augen, die Nase, der Mund – es hätte ein Verwandter von ihr sein können und hätte sie mir gesagt “das ist mein Cousin”, ich hätte ihr das geglaubt.

Aber auch in diversen anderen Hinsichten hatte diese Person etwas von einem grossen Bruder. Diana musste lange eine Rolle spielen und so kreierte sie eine Person, von der sie dachte “so muss ein echter Kerl wohl sein”, nahm sich Vorbilder, mit denen sie sich irgendwie einigermassen identifizieren konnte, klaubte alle Eigenschaften zusammen, von denen sie dachte “die muss ein Kerl haben”, gepaart mit eigenen Vorlieben und Interessen und diese dann in Richtung Kerl aufmotzte. So entstand eine Person, die es real nicht gab, aber dessen Rolle sie perfekt spielen konnte. Und sich dahinter verstecken konnte. Fühlte sie sich schutzbedürftig, dann war “er” der Beschützer. Gab es etwas, wogegen es zu rebellieren galt, die kleine Diana in ihr sich aber nicht traute, dann war “er” der Rebell. Die kleine versteckte Diana mochte Motorrad fahren, “er” war der Rocker, der sogar in einem Club war.

Allerdings kann Diana davon viel besser berichten, ich weiss das aus ihren Erzählungen und so in etwa stelle ich mir das vor.

Beziehungstechnisch war dieser grosse Bruder ein Traum, so einen wie “ihn” hätten sich wohl viele Mädels gewünscht. Lieb, einfühlsam, aufmerksam, sensibel, verkuschelt, kann zuhören, engagiert sich für gute Zwecke, intelligent, vielseitig interessiert, beschützend, kein Ja-Sager. Raue Schale (wenn’s sein muss), weicher Kern. Und äusserst nett anzuschauen, besonders mit Wallemähne. Bis auf das zeitweilige Pelzgesicht, aber das ist nur meine persönliche Meinung…

Zu schön um wahr zu sein, waren viele Mädels der Meinung und so kamen auch schon mal Aussagen wie “Warum gibt es nicht mehr Kerle wie Dich” oder ” Ich habe noch nie mit einem Kerl so ausführlich über dieses Thema reden können”. Wenn sie gewusst hätten, wie Recht sie hatten. Diana hat zwar alles getan, um ihren grossen Bruder glaubwürdig zu “vertreten” , aber die oben genannten Charaktereigenschaften, die waren nicht gespielt. Klar gibt es bestimmt Männer, die diese Eigenschaften auch haben, aber in dem Ausmass sind sie eindeutig weiblich.

Ich muss zugeben, dass “er” mir auch gefallen hätte. Mir ist aber auch aufgefallen, nachdem Diana und ich eine ganze Reihe an Bildern angeschaut hatten, dass sie mir auf den neueren Bildern ( und da auch mit langen Haaren) besser gefiel. Irgendwie konnte ich Diana da schon erahnen und vermutlich gefällt mir Diana als sie selbst am Besten, eben weil sie da sie selbst ist und nichts spielen muss. Ich habe ihr letztens noch gesagt, wenn ich die wahl hätte zwischen ihr und dem grossem Bruder, ich würde die Schwester nehmen, denn sie ist das Original. Klingt merkwürdig, ist aber so.

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8

Nov

Der Preis der Liebe..ist gar nicht so hoch

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Ein beklopptes Paar, Transsexualität

…wie Du glaubst, Süsse. Es ist sicher nicht immer einfach, aber das ist in anderen Beziehungen auch so. Ich glaube eher, eben weil unsere Beziehung nicht ganz der Norm entspricht, gerade darum funktioniert sie so gut. Und ja, da steckt gaaaanz viel Liebe drin, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Gesellschaft und Irritation

Es wird immer Leute geben, die mit dem Kopf schütteln und es nicht verstehen können. Im Grunde kann es mir egal sein, denn ICH mit Dir zusammken und nicht die anderen. Klar bemühe ich mich, es den Leuten zu erklären und bisher hat es auch jeder so gesehen, dass es halt MEIN bzw. UNSER Leben ist und ICH bzw WIR entscheiden, was für uns gut und richtig ist. Meine beste Freundin hatte Anfangs schon etwas dran zu knabbern, weil dieses Aussergewöhnliche nie Teils ihres Lebens war, das war neu und ungewohnt für sie. Aber trotzdem hat sie sich für mich gefreut. Und aus diesem “Aber Du stehst doch gar nicht auf Mädels”, da mach ich mir nen Spass draus, ich war eben schon immer anders als die anderen, hatte immer das Gefühl, da wartet etwas Besonderes auf mich. Das zählt für mich mehr, als die Meinung anderer.

Beziehung mit Einschränkungen

Ich glaube, dass das für Dich schlimmer ist als für mich. Dass Du Dich noch nicht so frei bewegen kannst, wie es eigentlich normal sein sollte, das wusste ich von Anfang an und dafür habe ich vollstes Verständnis. Mir tut es leid, dass ich Dir gewisse Hemmungen nicht nehmen kann, aber ich weiss eben auch, warum Du nicht aus Deiner Haut kannst. Zu Beginn unserer Beziehung empfand ich es sogar als sehr angenehm, das gab uns die Möglichkeit, uns richtig kennenzulernen und zu merken, dass wir uns trotz allen Hindernissen soooooo lieb haben. Und wie Du schon geschrieben hast, auch diese Zeiten gehen vorrüber.

Leben mit der Angst

Mach Dir bitte keine so grossen Sorgen um mich, wie ich die Zeit der OP wegstecke, sondern konzentriere Dich auf Dich. DU musst das gut überstehen und wieder auf die Beine kommen. Klar ist es ein doofes Gefühl, dass ich nicht bei Dir sein kann, mir wäre wohler, wenn ich anwesend wäre, auch wenn ich nichts tun könnte, ausser zu warten.. Es ist immer die Hölle, wenn der Partner im Krankenhaus liegt und diese OP ist nicht ohne. Ich tröste mich mit dem Gedanken, dass die Ärzte einen guten Job machen und ich wenigstens per Handy einen Draht zu Dir habe. Sicher werde ich mitfiebern und mitleiden, mir Gedanken machen, wie es Dir geht,und da bin ich froh, dass wir uns relativ schnell danach sehen können, damit ich Dich pflegen kann.

Achterbahnen muss man mögen

Auch das war mir von Anfang an klar, ich habe schliesslich in Deinem Blog gelesen. Mittelmässigkeit mögen wir beide nicht, auch wenn ich emotional etwas ausgeglichener bin. Hochs und Tiefs kenne ich aber auch, wir lassen das beide raus und können uns so aber auch stützen und haben Verständnis für die Gemütslage des anderen. Ich bin gerne für Dich da, das wollte ich schon, da wusstest Du noch gar nicht, dass es mich überhaupt gibt. Wir haben schon einiges zusammen überstanden, das hat uns zusammengeschweisst, anfangs als Freundinnen und jetzt als Partnerinnen.Und es hat bestätigt, das wir das aushalten, egal was kommt, wir sind immer füreinander da.Wären wir nur mittelmässig, wüssten wir nicht, ob das auch so wäre, wenn es auch mal harte Zeiten gibt. Und die Hochs sind dann umso schöner, ich denke, die wissen wir mehr zu schätzen als so manches anderes Paar.

Wenn wenig viel sein muss

Jedes gemeinsame Wochenende bringt uns der entgültigen Zweisamkeit ein Stück näher. Wir haben uns während der vergangenen neun Monate nicht entfremdet, ganz im Gegenteil, ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommt, wenn wir endlich zusammen wohnen. Die zwei Wochen im August haben gezeigt, dass wir es durchaus länger am Stück miteinander aushalten und es nicht nur so gut läuft, weil es nur ein Wochenende ist. An die Abschiede werde ich mich nie gewöhnen, dafür ist das Wiedersehen umso schöner Die “Zerreissprobe” haben wir auf jeden Fall bestanden. Die OP-Geschichte wird nochmal übel, aber danach können wir zu Recht mit Stolz sagen “Wir haben es geschafft. Ich glaube, dieses Weihnachten wird eines der Schönsten werden, dann haben wir das Härteste überstanden.

Der Preis wofür?

Für uns mein Schatz, für uns. Ich empfinde es gar nicht so, dass ich mich etwas aussetze, ich bin einfach mit Dir zusammen, mit allem, was bei uns dazu gehört. Wir müssen zwar auf einiges verzichten, aber wir wissen, das kriegen wir irgendwann tausendfach zurück. Es ist mehr ein Darlehen, das wir der Welt geliehen haben und das holen wir uns mit Zins und Zinseszins wieder. Wir gehören zusammen, da kann kommen, was will.

Danke !

Ob es unbedingt Mut war, weiss ich nicht, ich musste mir nur im Klaren sein, was ich für Dich empfinde, der Rest war dann ganz einfach. Ich danke Dir, dass Du einen Blog ins Leben gerufen hast, ich Dich dadurch gefunden habe und dafür, dass Du so bist, wie Du bist. Ich hätte nie geglaubt, dass es tatsächlich jemanden gibt, der so ist, wie ich mir meinen “Traummenschen” vorstelle. Du bist wirklich “die Richtige”. Schnuggi, ich liebe Dich  !!!

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7

Nov

Der Preis der Liebe

Geschrieben von Diana  Veröffentlicht in den Kapiteln Ein beklopptes Paar, Transsexualität

Man zahlt für alles im Leben seinen Preis, das ist auch in der Liebe so. Juliet zahlt mehr als Andere, viel mehr. Wenn das Ausdruck von Liebe ist – und davon gehe ich aus – dann muss da verdammt viel Liebe sein, dass sie all das auf sich nimmt.

In meinem Tagebuch habe ich schon darüber geschrieben, dass eine Beziehung mit einer transsexuellen Frau eine enorme Herausforderung ist. Man teilt zwangsläufig ein Stück weit die Stigmatisierung, wird möglicherweise auch Opfer von Diskriminierungen und sei es nur bei der Wohnungssuche.

Gesellschaft und Irritation
Etwas vom Schwersten scheint mir die gesellschaftliche Stigmatisierung“>Stigmatisierung, bei Juliet sogar gleich in mehrfacher Hinsicht. Einerseits liebt sie eine Frau, obwohl sie nicht mal auf Frauen steht, das ist schonmal doppelt irritierend. Und dann ist diese Frau auch noch transsexuell, damit wird die Irritation komplett. Dass sie es schafft, stolz zu sagen: “Das ist mein Mädchen”, ist alles Andere als selbstverständlich, dazu braucht es eine gehörige Portion Liebe.

Beziehung mit Einschränkungen
Aber auch beziehungstechnisch ist es nicht einfach. Juliet hat hier ja mal darüber geschrieben, wie sehr ich als preOp T-Girl gehemmt oder eingeschränkt bin. Es dürfte nicht einfach sein, eine Frau zu lieben, die sich nicht mal nackt ausziehen würde, die sozusagen offene Geheimnisse hat. Wenn sich die eigene Partnerin einem gegenüber gehemmt fühlt, dürfte das nicht grad beraschend sein. Ok dieser Punkt fällt ja in einer Woche weg und damit werden wir eine der ganz grossen Belastungen los.

Leben mit der Angst
Aber auch die medizinische Seite schenkt ganz schön ein, gerade auch im Hinblick auf die bevorstehende GaOp. Ich habe schonmal erlebt, wie belastend es ist, wenn eine geliebte Person jetzt grad auf dem Op-Tisch liegt, es ist die Hölle. Juliet wird da wohl vier Stunden erleben, die zum Heftigsten gehören, das sie je erlebt hat. Auch die ersten Tage danach, die Angst vor Komplikationen, das Mitfühlen der Schmerzen. Es tut mir unsäglich leid, dass sie das durchmachen muss. Aber auch sie hat dabei etwas Tröstendes und Kraftspendendes, die Aussicht, dass diese schwere Zeit eine Erlösung bringt, für sie und mich.

Achterbahnen muss man mögen
Die psychologischen resp. emotionalen Aspekte kommen dann ebenfalls noch hinzu, denn ich zumindest bin ein Wesen mit ausgeprägten Höhen und Tiefen. Mit mir erlebt man wenig Mittelmässigkeit, man erlebt mich euphorisch oder am Boden, dazwischen gibt es wenig. Und meine Transsexualität bringt da ebenfalls viele Höhen und Tiefen mit. Es wird immer Dinge geben, die mir an die Substanz gehen, das Leben als transsexuelle Frau ist nunmal nicht das Einfachste. Und so Gefühlsorkane muss sie miterleben und wird sie mitfühlen, das kann sehr belastend sein, da hat die Gute ja schon arg viel miterlebt. Tröstend dabei ist, dass es eben auch die Hochs gibt und die dürften für viel entschädigen.

Wenn wenig viel sein muss
Auch die momentane Distanz ist eine enorme Herausforderung. Wenn man sich an drei von dreissig Tagen sieht, also grad mal zehn Prozent der Zeit zusammen sein kann, dann muss man sehr bescheiden werden, gerade wenn es um Zärtlichkeit geht. An unseren Wochenenden holen wir sehr viel raus, wir packen da soviel Zärtlichkeit rein, dass es für eine Weile reicht. Aber es bleibt die Sehnsucht, die einem oft strapaziert. Dieser Punkt wird zwar irgendwann Vergangenheit sein, aber gerade in der bevorstehenden Zeit potentiert diese Distanz die medizinische Sache. Es wird für uns beide hart, dass wir uns während meiner Spitalzeit nicht sehen und spüren können.

Der Preis wofür?
Wenn ich all das bedenke, fällt es mir schwer zu verstehen, wie jemand sich all dem aussetzen kann. Es sei denn, dass da gaaaaanz viel Liebe ist und dass da gaaaaanz viel ist, das einem geschenkt wird. Und da ist wirklich so viel. Die Vielfalt an Aspekten, in denen wir völlig gleichgeschaltet sind, ist ein wahres Wunder. Beide haben ein ziemlich übersteigertes Zärtlichkeitsbedürfnis, wir sind beide totale Kuschelmäuse. Unser Humor, der nur als schwer gestört eingestuft werden kann, ist in diesem Ausmass so selten, dass wir einfach wie eine Faust aufs Auge zu einander passen. Über unendlich viele Themen können wir diskutieren und philosophieren und stellen immer wieder fest, dass wir mit einander übereinstimmen, als würden wir gleich denken.

Danke!
Ich möchte Dir, Liebste, danken dafür, dass Du den Mut gefunden hast, Dich auf uns einzulassen, dass Du die Kraft findest, die schwierigen Seiten auszuhalten und dass Du mir so ein grenzenloses Gefühl des Geliebtseins und des Verstandenseins schenkst. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit, denk immer an eins – die Zukunft gehört uns ;-)

Ischliebdisch, Süsskecks, aber sowas von………

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19

Okt

Die Hürden des Pre-Op-Daseins

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Über die Hürden des Pre-Op-Daseins habe ich mir mal so meine Gedanken gemacht. Es gibt so viele Dinge, die einen hindern, etwas Bestimmtes zu tun, so viele Begebenheiten, bei denen man immer daren erinnert wird, dass ” da unten” etwas fehl am Platze ist. Nicht jeder empfindet das gleich, daher nehme ich mein Schatzi Diana als Beispiel. Ich habe das vorher mit ihr abgeklärt und ich darf frei von der Leber weg darüber schreiben.

Sie wusste bereits als Kind, dass sie irgendwie anders ist. Nicht nur irgendwie anders, sie war kein Junge, sie war ein Mädchen. Aber das konnte, das durfte nicht sein, sie wollte doch ganz normal sein, wie alle anderen auch. Und so begann sie, sich männliche Rollen auszusuchen, mit denen sie sich einigermassen identifizieren konnte. Und sie spielte diese Rollen perfekt, war nach aussen als “ganzer Kerl” wahrnehmbar. Sie konnte enge Jeans tragen, ins Schwimmbad gehen, hatte von aussen betrachtet normale hetero-Beziehungen. Sie musste in diesen Rollen nichts verstecken – von ihrem wahren Inneren abgesehen, aber ausser ihr wusste das ja keiner.

Bis eines Tages der Moment kam, wo es so einfach nicht mehr weiterging und sie ihr Inneres endlich rausgelassen hat. Diana war da. Und damit kommen wir zu dem, was ich eigentlich schreiben möchte.

Der Alltagstest

Dieser besagt, dass Diana nun ein Jahr lang als Frau leben soll, mit allem, was dazu gehört.  Irgendwie ja auch die Kleidung. Ok, es spricht nichts dagegen, dass die Kleidung auch unisex, leger oder sportlich sein kann. Aber Diana ist ein ganzes Mädchen, und für sie gehören Kleider und Röcke nunmal dazu. Zuerst ist sie der Meinung, vor der Op geht das nicht, ein Windhauch und das Passing ist hinüber. Die erste Einschränkung. Vorübergehend.

Also erstmal die Jeans mit langen Oberteilen -einseitig, wieder eingeschränkt, aber es geht. Aber immer wieder der prüfende Blick “Ist auch nichts verrutscht”.

Sie versucht es später doch mal mit Röcken und Kleidern, nicht zu kurz und weit geschnitten. Man sieht nichts -gut. Nur verdammt gut aufpassen, dass sich der Stoff nicht an den Körper schmiegt. Immer wieder diese verdammte Kontrolle, die Angst, es könnte sich in einem unbedachten Moment doch mal etwas abzeichnen.

Sie kauft sich andere Slips, stabilerer Stoff und probiert “Verpacktechniken” aus, wie alles am besten versteckt ist, ohne dass es Schmerzen bereitet. Unangenehm wird es trotzdem mit der Zeit, alles ist eingeengt. Zudem muss sie aufpassen, dass sie nicht wund wird, weil alles reibt und keine Luft drankommt.

Der Kleidungsstil wird erst erleichtert, als sie auf die Idee kommt, es mal mit einem Mieder-Unterrock zu versuchen. Das klappt sehr gut, es macht vorne sozusagen eine Wand, hält das ganze nach hinten. Gut verpacken muss sie aber weiterhin. Aber es ermöglicht ihr, dass sie auch engere Röcke und Kleider tragen kann.

Lauter kleine Dinge, die für andere selbstverstänlich sind

Dazu gehört der Gang zur Toilette. Wer macht sich darüber schon grossartig Gedanken. Man geht, wenn man muss und fertig. Pre-Op muss das grausig sein, jedesmal das sehen zu müssen, was einem so zuwider ist.

Duschen und Baden, das gleiche Spiel. Man sieht es ja nicht nur, man muss sich waschen und pflegen, “es” anfassen, dieses Körperteil, das nicht zu einem gehört. Welches behauptet, man gehöre dem männlichen Geschlecht an.

Schwimmbad oder Strand. Kann man für die nächste Zeit komplett vergessen. Schwimmbad ist noch übler als Strand. Die Umkleidekabine, da geht weder die für Mädels, noch die für Jungs. Und die Badebekleidung, da kannste nichts verstecken.

Sexualität

Als Diana noch aussah, als wäre sie ein Kerl, war das für sie weniger ein Problem O-Ton: ” Als Werkzeug isser ja ganz nett”. Und auch am Anfang, als Diana immer mehr zum Vorschein kam, war sie sich nicht sicher, ob sie den letzten Schritt – die geschlechtsangleichende Op – machen möchte. Aber je mehr Zeit ins Land ging, umso befremdlicher empfand sie es. Nicht nur das blosse dasein, sondern auch das “Eigenleben”, dem sie dann mit Androcur zu Leibe rückte. Sie wollte in sexueller Hinsicht nicht länger wie ein Kerl funktionieren.

Beziehung

Pre-Op, Single und lesbisch. Welche lesbische Frau will das, fragte sich Diana und hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass sie jemals wieder eine Partnerin findet. Evtl. Post-Op…aber so??

Unsere Beziehung

Unsere Leser wissen es, es geht doch. und es geht sogar, obwohl ich nicht lesbisch bin. Und doch gibt es auch bei uns Einschränkungen, weil Diana nunmal nicht aus ihrer Haut kann. Sie zeigt sich mir nicht in Unterwäsche, geschweige denn nackig – erst, wenn sie den Miederrock anhat. Ich gehe also nicht ins Schlafzimmer, wenn sie sich umzieht, weil ich weiss, dass es ihr unangenehm ist. Müsste es nicht, weiss sie auch, aber es geht einfach nicht. Sie sagte einmal, sie möchte nicht, dass sich mein Bild von ihr verändert. Würde es nicht, aber sie hat einfach ein ungutes Gefühl. Im Bad sind wir nur zu zweit, wenn wir uns schminken.

Einmal, als sie sich die Haare waschen wollte, aber sich nicht aufraffen konnte, sagte ich zu ihr, sie könne in die Wanne gehen und ich wasche ihr die Haare. Ich hatte mir überhaupt nichts weiter gedacht und mir fiel das “Problem” erst wieder ein, als sie mich panikerfüllt ansah “In die Wanne?!” Ach ja..da war ja was..da hätte ich sonstwieviel Schaum in die Wanne machen können, damit man nichts sieht…sie kann einfach nicht. Vom gemeinsamen baden gehen ganz zu schweigen.

Der Miederrock – auf der einen Seite bin ich froh, dass sie den hat – den zieht sie auch nicht aus, nichtmal nachts – denn sonst wären wir noch weiter eingeschränkt. Wir kuscheln für unser Leben gern und wenn sie den Rock nicht hätte, könnte die Gefahr einer unabsichtlichen Berührung bestehen – oder wenn wir Löffelchen liegen zum einschlafen, das wäre für sie ohne nicht möglich – ich könnte ja was spüren. Letzten Sommer muss das wirklich übel für sie gewesen sein- 40 Grad im Schatten und den Rock an. Ich hätte am liebsten gesagt, schmeiss das Ding in die Ecke, ich stör mich nicht dran -  aber sie stört es und sie kann einfach nicht.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass sie deswegen ein schlechtes Gewissen hat. Weil sie sich irgendwie mir gegenüber schämt, obwohl sie nicht müsste. Weil ausser Kuscheln und Knutschen nichts geht, sie kann da nunmal nicht über ihren Schatten springen. Weil sie in nächster Zeit all ihre Kraft für sich selbst braucht.

Mäuschen, das brauchst Du nicht. Du glaubst gar nicht, wie gut ich Dich verstehe. Hab Dich wahnsinnig lieb!!!

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2

Jun

Die Forentreffen – Teil 1

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Insgesamt war ich bei zwei Forentreffen, einmal im Sommer und einmal kurz vor Weihnachten. Die Planung für beide Treffen hat schon Gaudi gemacht, es wurde abgekaspert, wann und wo, wer bringt was mit, wer kann bei wem übernachten, was machen wir für ein Rahmenprogramm usw.

Ich war mit Feuereifer dabei, habe mich diebisch gefreut, “meine” Leutchen endlich kennenzulernen, mit denen ich nun schon ein halbes Jahr lang in Kontakt stand. Vorher gab es allerdings noch eine spontane Begegnung:

Besuch bei Nick im Krankenhaus

Bei Nick stand die Mastektomiekorrektur an ( Mastektomie- Entfernung der Brüste). Da das Ergebnis bei der ersten OP optisch meist noch nicht so toll ist, werden nach dem Heilungsprozess in einer zweiten OP die Feinheiten gemacht. Diese OP fand in Rothenburg statt und das ist gar nicht mal so weit weg von mir. Und so bot ich Nick an, ich könne ihn ja besuchen, er kommt von weiter weg und wäre sonst eine Woche lang alleine dort gewesen.

Ich kam dort an und zum ersten Mal sahen wir uns live und ich konnte kaum glauben, dass Nick jemals etwas anderes als ein Kerl gewesen sein soll, also optisch. Ein Kerl war er ja schon immer. Ein Bekannter war auch gerade zu Besuch und wir fingen an zu plaudern, bis Julius was sagte von “Ich habe mir meinen Binder damals anfertigen lassen” ( Binder/Bolero – so etwas wie ein enges Unterhemd zum “plattdrücken” der Brust als Hilfe für’s Passing). Während ich also noch so überlegte, wozu er das wohl brauchte, ich war irgendwo bei Rippenbruch oder sonstwas, als Nick anfing zu grinsen – er hat wohl die Fragezeichen über meinem Kopf gesehen- und fragte “Hättest Du das bei ihm gedacht?” und erst da hatte ich geschaltet, auch Julius ist ein Transmann. Ich hätte es eigentlich bei dem Wort “Binder” wissen müssen, aber das Passing ist bei beiden so eindeutig Kerl, dass ich fast gesagt hätte “verarschen kann ich mich alleine”. Julius meinte dann nur trocken, so soll es ja auch sein.

Aufklärungsarbeit

Bevor ich zum ersten Treffen gefahren bin, hatte ich noch eine Unterhaltung mit einer ehemaligen Klassenkameradin. Sie fragte, was ich in meinem Urlaub vorhabe und so erzählte ich ihr davon, ob sie schon mal was von Transsexualität gehört habe und dass ich mich neuerdings dafür interessiere.

Gehört hatte sie wohl davon, aber nichts Genaues und so fragte sie mir Löcher in den Bauch:

Sie: ” Wie merken die das denn, dass sie im falschen Körper sind?”

Ich:” Wie merkst Du denn, dass Du im richtigen Körper bist? Ich denke, man kann das nicht rational erklären, es ist einfach das Bewusstsein, es ist ein Wissen, das einfach da ist. Wenn alles richtig ist, dann macht man sich wahrscheinlich keine Gedanken darüber, aber wenn es nicht richtig ist, dann weiss man es einfach”

Sie: ” Und wann merken die die das so?”

Ich:” Was ich bisher so erfahren habe, ist das wohl unterschiedlich. Einige wissen es schon von kleinauf an, manche haben das Gefühl, dass etwas nicht ok ist, dass sie “anders” sind, aber nicht wissen, was es ist und durch irgendeine Begebenheit erfahren bzw ihnen bewusst wird, dass sie im falschen Körper sind”

Sie:” Und wie soll man mit solchen Menschen umgehen?”

Ich: ” ?!?!?!?!”  ” So wie Du mit allen anderen Menschen auch umgehst. Ganz normal. Erstens steht es ihnen nicht auf der Stirn geschrieben, zweitens sind sie nicht krank oder sonstwie schräg drauf. Geh mit ihnen um, wie Du mit allen anderen auch umgehst, wenn Du sie neu kennenlernst. Und Du wirst schon merken, ob sie über das Thema reden wollen oder ob es ihnen eher unangenehm ist”

Sie: *rumdrucks* ” Aber wenn Du da jetzt so alleine hinfährst, hast Du da keine Bedenken? Ich meine….würdest Du Dich da nicht irgendwie…unwohl fühlen…so als…”Normalo” (Sie machte mit den Fingern Gänsefüsschen)

Ich:” Warum? Nö, Angst oder Bedenken hab ich keine, erstens kennen wir uns alle schon durch’s Schreiben und einen sogar persönlich. Ich weiss nicht, was Du da für ein Bild hast, aber es hat nichts mit irgendwelchen Fetischparties oder sonstwas zu tun. Das Wort Transsexualismus scheint verwirrend zu sein. Also nochmal, es hat nichts mit der sexuellen Ausrichtung zu tun, das sind alles normale Jungs und Mädels, die eben durch was auch immer im falschen Körper zur Welt gekommen sind. Wir wollen einfach nur nett zusammen sitzen, grillen und quatschen”

Dann guckte sie mich merkwürdig von der Seite an und fragte: ” aber Du willst doch ein Mädchen bleiben, oder ?! ”

Ich:” Klar will ich das, ich bin ja auch eins. Es hat nichts mit “sein wollen” zu tun, sondern Du bist es”

Ob sie es verstanden hat, weiss ich nicht, aber sie gab sich damit erstmal zufrieden.Vielleicht hat sie ja noch ein bischen drüber nachgedacht.

Auf zum Treffen

Nach vier Std Zugfahrt kam ich endlich an und wurde am Bahnhof von einem der Admins in Empfang genommen, bei ihm hab ich auch übernachtet. Das Wetter spielte leider nicht so mit, also wurde umdisponiert und das Ganze nach drinnen in eine Art Gemeindehaus verlegt. Gegrillt wurde trotzdem.

Ich plauderte mit meinen Jungs und erntete immer mal wieder erstaunte Blicke von den anderen, bis einer mich dann fragte, in welcher “Funktion” ich denn da wäre – Angehörige, TM, TF ( Transmann/Transfrau). Als ich dann erklärte, dass es nichts von allem ist und ich einfach nur dran interessiert bin, damit kam er irgendwie gar nicht klar – das wäre äusserst selten.

Später sassen wir alle mal um den Tisch versammelt und dann stellte Dennis mir eine Frage mit der ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ob ich mir eine Partnerschaft mit einem Transmann vorstellen könnte. Öhm, hab ich noch gar nicht drüber nachgedacht. Aber was sollte dagegen sprechen, wie gesagt, es steht niemanden auf der Stirn geschrieben, also wenn ich da mal wen kennenlernen sollte, man versteht sich, trifft sich wieder, es funkt..und dann kommt ein “Duuuu, ich muss Dir was erzählen”. Wenn’s geklickt hat, dann ist es so und ein Transmann ist nicht weniger Mann als ein sogenannter Biomann. Seh ich so.

Dann ist mir aufgefallen, dass unter “meinen” Leuten verdammt viele kreative Köpfe sind, entweder können sie verdammt gut zeichnen und schreiben, sei es Geschichten oder Gedichte und fast alle haben unheimlich was auf dem Kasten, wenn um PC’s geht -  sei es nun beruflich oder hobbiemässig. Und quatschen kannste mit ihnen..über wirklich alles, stundenlang.

Wo ich mich allerdings zurückgehalten habe, war, wenn jemand wirklich arge Probleme hatte, denn da hatte ich das Gefühl, es steht mir nicht so ganz zu, “schlaues Zeug” von mir zu geben, da ich ja nicht selber betroffen bin. Ich dachte, das können die besser, die das Gleiche durchgemacht haben. Klar konnte ich mich in sie hineinversetzen, zumindest versuchen, aber ich fand, das könnte so als “ich hab ja leicht reden” rüberkommen.

Allerdings war ich trotzdem für einige Ansprechpartner und sei es nur, dass sie jemanden brauchten, der einfach mal zuhört und so ein bischen als “Testperson”, was deren Passing anging, so dieses “wie komm ich denn rüber”.

Aber wie das Leben so spielt, wenn etwas schön ist und Spass macht, dann geht die Zeit doppelt so schnell rum…und nach dem Treffen gings im Forum weiter und bald kam das zweite Treffen..davon dann mehr beim nächsten Mal.

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23

Mai

Die Internetrecherche und erste Kontakte

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Wie bereits erwähnt, der Fernsehbericht über den Transmann hat mich nicht mehr losgelassen, ich wollte unbedingt mehr erfahren und das am liebsten von Betroffenen persönlich erzählt. Doch wie soll ich das anstellen, wo soll ich welche finden und wie soll ich sie ansprechen? Ich wollte auch nicht aufdringlich sein. Also erstmal ab ins Internet und gegooglt – Stichwort Transsexualität. Na toll, eine Unmenge an sachlichen Berichten, von denen ich eh nur die Hälfte verstanden habe. Zumindest war es in sofern hilfreich, dass ich nochmal nachlesen konnte, wie der Werdegang gegliedert ist und es sogar ein Gesetz für Transsexualität gibt. Aber ich wollte doch eigentlich persönliche Kontakte und keine Fachberichte, in denen darüber gegrübelt wird, wie Transsexualität entsteht oder ähnliches, das hat mich damals noch nicht so interessiert. Ich habe es einfach als eine seltsame Laune der Natur gesehen, für die keiner was kann, und ich habe auch nie geglaubt, dass Betroffene einen “an der Marmel” haben oder es an der Erziehung liegt oder weiss der Kuckuck was.

Stichwort geändert auf  Transmann und Google spuckte einige Homepages aus- na bitte, geht doch. Ich war beeindruckt, wie offen einige Jungs über ihr Leben erzählen und überall wurde eins klargestellt- sie wollen nicht einfach ein Mann sein, sie sind es schon immer gewesen. Manchen war es schon seit dem Kleinkindalter klar, einige hatten arge Probleme, wussten nicht genau, was mit ihnen los ist, bis es irgendwo, irgendwann den Aha-Effekt gab, dass dieses Gefühl “Mit mir stimmt was nicht” einen Namen hat.

Auf einigen Homepages konnte ich auch den Werdegang mitverfolgen, es gab Stimmproben vor der Hormontherapie und währenddessen, bis hin zum Endergebnis, ebenso Fotos, vom vermeintlichen Mädchen, das ja nie eines war, bis hin zum Kerl, der nun endlich auch äusserlich sichtbar war. Schon erstaunlich, was so ein kleines Hormönchen alles bewirkt.

Dort hätte ich auch die Möglichkeit gehabt, Kontakt aufzunehmen, fast ausnahmslos haben die Jungs angeboten, bei Fragen zur Verfügung zu stehen, sei es von anderen Betroffenen oder auch einfach bei Interesse an dem Thema. Das Problem war nur, ich hatte keine spezifischen Fragen, es war mehr dieses “Setz dich da hin, trink nen Kaffee und dann erzähl mal”.

Doch irgendwie hab ich mich nicht getraut, einen von ihnen anzuschreiben und zudem wohnten die meisten auch einfach zu weit weg von mir, als dass man sich mal so hätte verabreden können. Da waren meine Bedenken wieder zu gross, es könnte aufdringlich wirken oder sonstwie falsch verstanden werden.

Irgendwann fand ich dann ein Forum, bzw. zwei. Bei dem einen stand allerdings schon im Vorfeld “nur für Transmänner”, die hätten wohl nicht so positiv reagiert, wenn ich mich dort angemeldet hätte…und ich wollte mir auch kein Fake-Profil zulegen, nur um an Informationen zu kommen, dafür war mir die Sache zu ernst.

Das zweite Forum war ein kleineres und auch offen für Angehörige und Interessierte. Also habe ich mich dort angemeldet und hatte eine Menge zu lesen. Ein paar bekannte Gesichter habe ich auch wiedergetroffen – von den Homepages.

Einer der Jungs ist mir besonders aufgefallen durch seine Art zu schreiben, sehr engagiert, sei es jemanden ein bischen aufzubauen, Infos zu geben und im Smalltalkbereich für Abwechslung zu sorgen. Der Smalltalkbereich war für mich dann der Aufhänger, irgendwie Fuss zu fassen und wir zwei fingen an rumzublödeln.

Das fiel natürlich irgendwann auf und so stellte ich mich erstmal offiziell vor- und fiel fast aus allen Wolken, wie offen und herzlich ich von allen empfangen wurde. Und erntete Erstaunen, wie kommt es, dass sich jemand für Transsexualität interessiert, der ja gar nicht betroffen ist und auch keine Angehörigen hat- das hat mich wiederum verwundert, dass das so selten sein soll.

Naja, schnell hatte sich eine kleine Clique gebildet, “meine” Jungs von den Homepages waren dabei, von denen sich einer als Admin des Forums entpuppte. Mit Nick, mein Blödelpartner, fing irgendwann ein reger PN-Austausch statt (PN- Persönliche Nachricht, ausser uns konnte das keiner lesen) und ich fragte, ob er Lust hätte zu telefonieren. Taten wir dann auch und ab da ziemlich regelmässig. Boah, der Junge hat mir Dinge erzählt, von denen ich mich nie getraut hätte, sie jemanden zu erzählen, den ich noch nicht so gut kenne. Es schien, als hätte er regelrecht darauf gewartet, dass da mal wer kommt und einfach zuhört und soviel Interesse zeigt und zumindest versucht es nachzuvollziehen. Er stellte mir auch mal die Frage “Woher kommt Dein Verständnis für uns Transmänner”. Ja, keine Ahnung, ist einfach so.

Aber anscheinend war mein Interesse und das Verständnis gross genug – jedenfalls gross genug, um eine der Moderatorinnen neugierig zu machen und sie lud mich in den Chatbereich ein, um mir ein bischen auf den Zahn zu fühlen. Sie hätte es schon oft erlebt, dass sich Leute anmelden und von einem “Freund” sprechen oder sich “informieren” wollen, aber in Wahrheit selber betroffen sind und sich nicht trauen. direkt darüber zu reden. Aber da konnte ich sie beruhigen.

Eines Tages hiess es dann “Wir machen auch in diesem Jahr wieder ein Treffen”. Treffen? Cool…naja, erstmal hab ich vorsichtig angefragt, ob ich da auch hinkommen dürfe. Aber sicher, sonst würde es nicht Forentreffen heissen.

Und was ich da so erlebt habe….der nächste Bericht kommt bestimmt und dann auch etwas schneller ;-)

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19

Mrz

Die zweite Begegnung- ein sympathischer Transmann im Fernsehen

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Transsexualität

Einem langweiligen Nachmittag ist es zu verdanken, dass das  Thema Transsexualität für mich wieder interessant wurde.

Jahrelang hatte ich nicht mehr dran gedacht, sicher hier und da mal etwas gelesen, gesehen oder gehört aber mich nicht weiter damit beschäftigt. Inzwischen war ich 27 Jahre alt, sass in meinem Wohnzimmer und guckte TV, bzw zappte mich so durch’s Programm und blieb bei Pro 7 hängen. Was war das denn eben? Es lief die Vorschau zu ” We are family” und ich hörte was von ” Aus Mama wird jetzt Papa”. Mein erster Gedanke war “Hä?? Wie geht das denn??! ”

Doch dann fiel mir etwas ein, dass ich im Hinterkopf  hatte…es gibt doch Menschen, die im falschen Körper geboren wurden..vielleicht…schnell den Videotext aktiviert und tatsächlich dort stand etwas von einem “Transmann”. Diesen Begriff kannte ich noch nicht und überhaupt, das war die Gelegenheit, etwas mehr über dieses Thema zu erfahren, bzw persönlich von einem Betroffenen erzählt.

Also schaute ich mir die Sendung an und der Bursche kam wirklich sehr sympathisch rüber, so richtig der nette Kerl von nebenan. Er erzählte, wie lange er sich mit der Ungewissheit rumgeschlagen hat, wie er festgestellt hat, dass er transsexuell ist, wie Freunde und Familie damit umgehen und wie der “Werdegang” aussieht.

So habe ich erfahren, dass es die Begriffe Transmann/ FzM (Frau zu Mann) und Transfrau/ MzF (Mann zu Frau) gibt, einen sogenannten “Allstagstest”, der ein Jahr lang dauert, in dem die Betroffenen in ihrem “Wunschgeschlecht”  ( so nannten sie es) leben sollen, um sicher zu stellen, dass es auch das Richtige ist.

Es wurde von “Outings” gesprochen, was bedeutet, dass Familie, Freunde, Kollegen davon in Kenntnis gesetzt werden, dass er eben jetzt ein er ist und ab sofort so leben wird.

Nach diesem einem Jahr Alltagstest bekam er männliche Hormone, die bewirken, dass der Körper vermännlicht. Es bewirkt einen Stimmbruch ( damit war auch die Frage beantwortet, wie machen die das mit der Stimme), die Muskelmasse nimmt zu, ebenso die Körper- und Gesichtsbehaarung, die Gesichtzüge werden männlicher.

Das ganze dauert auch wieder ein Jahr, erst dann kommen die Operationen ins Spiel.  Ich war erstaunt, wie lange es doch dauert, bis die “Umwandlung” durch ist. Doch auch da habe ich dazugelernt, es heisst nicht “Geschlechtsumwandlung”, sondern “Geschlechtsangleichung”.  Ein Körper kann nicht umgewandelt werden, sondern eben nur angeglichen.

Als nächstes folgten also die Op’s, begleitet vom Pro 7 Team. Nicht die Op’s selber, aber die Zeit davor und danach. Wie ich erfahren habe, sind diese ein Muss, wenn er ganz offiziell als Mann gelten will, das wäre dann die Personenstandsänderung. Heisst auf allen Ausweispapieren steht dann “m” für männlich und als männlich gilt nur, wer nicht mehr gebährfähig ist. Diese Op ist die Hysterektomie, die Entfernung der Gebärmutter.

Zurück zu “meinem” Transmann. Die erste Op nennt sich “Mastektomie”, was bedeutet, dass die Brüste entfernt werden. Aber nicht einfach nur entfernt, es wird dabei eine männliche Brust geformt. Darauf freute er sich wie doof und ich versuchte, mich in seine Lage zu versetzen…wie ist das wohl, wenn du ein Mann bist und weibliche Brüste hast..diese nicht willst..sie sind ein Fremdkörper…sie stören…sie gehören da einfach nicht hin. Das muss grausam sein, jeden Tag spürst du sie, siehst sie…und ich weiss nicht, warum, aber ich konnte ihn verstehen, obwohl ich wirklich ein Mädchen bin und mich meine nicht stören.

Es kam der Tag der Op, er wurde in den Saal geschoben und obwohl ich wusste, dass die Sendung eine Aufzeichnung ist, bekam ich feuchte Hände… Dann hatte er sie hinter sich, wachte aus der Narkose auf, war überhaupt noch nicht fit, doch der erste Blick ging unter die Decke und er sagte “Endlich sind sie weg” und sah dabei unglaublich glücklich aus.

Und von da konnte man richtig merken, wie er aufblühte. Endlich “oben ohne” rumlaufen können, endlich wieder ins Schwimmbad gehen können, nichts mehr verstecken müssen. Vorher hat er seine Brüste abgebunden, damit es nicht so verräterisch aussieht.

Mit der letzten Op wollte er allerdings noch warten, dem “grossen Aufbau”, dabei wird ein künstlicher Penoid geformt. Mehr habe ich in der Sendung dazu nicht erfahren. Diese Op ist allerdings kein Muss, aber von den meisten Transmännern gewünscht.

Leider gehen diese Sendungen nicht sehr lange und ich hab mir gwünscht, ich könnte mal bei einem Kaffee ein wenig mit ihm weiter über dieses Thema plaudern. Man hatte mich sozusagen Infotechnisch “unbefriedigt” zurückgelassen. Und zugleich hatte ich den Wunsch, mich mit Betroffenen zu unterhalten, sie einfach mal erzählen zu lassen, denn ich war der Meinung, dass die Lebensläufe, Wünsche, Hoffnungen, Gedanken, Sorgen und Ängste bei jedem anders sind.

Doch wie sollte ich da jemanden kennenlernen, ich wollte was tun, irgendwie helfen, mehr erfahren, aber auch nicht aufdringlich oder zu neugierig wirken. Und so klemmte ich mich erstmal an den Rechner und begann zu googlen und wie es da weiterging..der nächste Beitrag kommt bestimmt.

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16

Mrz

Meine erste Begegnung mit dem Thema Transsexualität

Geschrieben von Juliet  Veröffentlicht in den Kapiteln Aus Kindertagen, Transsexualität

Hier werde ich eine kleine Reihe dazu starten, wie ich überhaupt auf das Thema Transsexualität gekommen bin, was ich da so alles erlebt habe und warum ich noch dabei bin.

Wie alt ich genau war, als ich das erste mal davon hörte, weiss ich nicht mehr, aber das muss so zwischen 10 und 12 Jahren gewesen sein. Genaugenommen schwirrten da zwei Begriffe rum, einmal Transexualität und Transvestitismus. Wo ich die Begriffe aufgeschnappt hatte, kann ich nicht mehr sagen, aber sie verwirrten mich, was bedeutet denn das, beides fängt mit “Trans” an.

So ging ich dann zu meiner Mum und fragte sie, ob sie wüsste, was es mit diesen Begriffen auf sich hat. Zu dem Zeitpunkt konnte sie mir die Unterschiede zwar erklären, aber sie war noch nicht so gut informiert wie heute. Von daher sind einige Erklärungen in der Ausdrucksweise nicht ganz korrekt.

Sie erklärte mir, ein Transvestit ist ein Mann, der gerne mal Frauenkleidung anzieht und jemand, der transexuell ist, fühlt sich im falschen Körper. Zum Beispiel ein Mädchen, dass ein Junge sein möchte und umgekehrt.

Kleiner Einschub, heute weiss ich, dass es  nicht einfach ein Wunsch oder ein “sein möchte” ist, sondern ein Transmann ein Mann IST und eine Transfrau eine Frau IST. Mama wusste es damals noch nicht besser.

Doch zurück zu damals. Es tat mir furchtbar leid, dass es Menschen gibt, die sich mit dem falschen Körper rumquälen müssen und versuchte mir vorzustellen, wie das wohl wäre, wenn ich davon betroffen wäre. Ich war ohnehin ein extremes Sensibelchen und konnte es nicht haben, wenn Menschen traurig sind. Und so fragte ich Mama, ob man denn da gar nichts tun kann, da muss man doch helfen können. Sie sagte, genau wisse sie es auch nicht, aber es gäbe die Möglichkeit, dass sich diese Menschen operieren lassen können und sie einen anderen Vornamen bekommen. Das hat mich ein bischen beruhigt.

Ich hatte mir zwar noch keine Gedanken darüber gemacht, wie das alles genau abläuft, mir war einfach wohler, als ich wusste, es gibt Hilfe.  Eines fragte ich mich doch, wie machen die das denn mit der Stimme, aber da war ich überzeugt, die Ärzte können das und machen bestimmt was an den Stimmbändern.

Damit war das Thema erstmal erledigt für die nächsten Jahre. Wie ich wieder drauf gestossen bin, erzähle ich Euch dann im nächsten Beitrag.

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1

Nov

Duo Infernale – ein ganz beklopptes Paar

Geschrieben von Diana  Veröffentlicht in den Kapiteln Allgemein, Aus Kindertagen, Beklopptes Blabla, Ein beklopptes Paar, Geschichten, Skuriles aus aller Welt, Transsexualität, Viechereien

Juliet und Diana, zwei ziemlich verrückte Weibchen, sind in vielerlei Hinsicht ein ziemlich ungewöhnliches Paar. Einerseits haben beide einen völlig bekloppten Humor, fühlen sich meist wie Kleinkinder und führen sich des Öfteren auch so auf. Anderseits ist eine Liebesbeziehung zwischen einer transsexuellen Frau und einem Mädel, das eigentlich gar nicht auf Mädels steht, doch etwas aussergewöhnlich.

Das scheint von öffentlichem Interesse zu sein und deshalb werden sich die Zwei hier in diesem Blog so richtig austoben. Abgesehen von sinnlosem Geplapper werden sie hier auch aus ihrem Leben erzählen, dem Leben eines eher ungewöhnlichen Paares, das trotz tausend Meilen Distanz die Liebesbeziehung ihres Lebens lebt.

Diana – Juliets Süssmaus

Diana ist eine transsexuelle Frau aus der Schweiz, die seit Anfang 2009 offiziell als Frau lebt, inmitten ihrer Hormontherapie steckt und in der zweiten Jahreshälfte 2010 ihre geschlechtsangleichende Operation hinter sich bringen wird. Diana führt seit Beginn ihres neuen Lebens ein Blogtagebuch unter dem Pseudonym “T-Girl Diana“.

Juliet – Dianas Süssding

Juliet wohnt in Deutschland, ist körperlich gesehen eine ganz normale Frau, steht eigentlich gar nicht auf Mädels, liebt Diana aber trotzdem wie doof. Im Sommer 2009 stolperte sie in Dianas Blog, blieb dort hängen, kleisterte das Blog mit über tausend Kommentaren zu und gehört seit da zum Blog wie die Blogwände, die sie dort gelegentlich durch überlange Worte einreisst.

Juliet und Diana – ein beklopptes Paar

Juliet und Diana sind seit Februar 2010 ein Paar – obwohl Juliet eigentlich gar keine Frau suchte und Diana keine Partnerin im Ausland. Aber die Liebe fällt da hin wo sie hingehört und so ergaben sich die Zwei dieser Liebe und sind nun das glücklichste Paar das man sich vorstellen kann. Etwas anders als Andere, etwas durchgeknallter als die Meisten, aber halt eben glücklich miteinander.

Entstehung dieses Blogs

Diana wollte Juliet schon öfters dazu überreden, dass sie in ihrem Tagebuch mal einen Gastbeitrag schreibt, aber bisher hat’s irgendwie nicht hingehauen. Als die Zwei kürzlich mal wieder auf Facebook rumalberten, sagte Juliet mal so nebenbei: “wir teilen alles, ausser uns”. Darauf entgegnete Diana ganz begeistert, dass dies doch ein genialer Untertitel wäre für ein gemeinsames Blog. Hmmm, ein gemeinsames Blog? Klingt doch irgendwie cool. Wenn zwei so verrückte Mädels zusammen ein Blog machen, kann das ja nur was Idiotisches geben und diese Welt braucht sowas einfach. Leg los Süsse, sagte Juliet….. und Diana – wie sie nunmal ist – setzte am gleichen Tag ein neues Blog auf. Wie sich das Ganze entwickeln wird, wissen die Zwei selber nicht, es wird sich halt im Verlauf der Zeit ergeben. Zwei Aspekte werden auf jeden Fall einfliessen. Einerseits werden die Zwei hier ihren doppelten Wahnsinn zum Besten geben, anderseits wird Juliet auch über das Thema Transsexualität schreiben – um dieses Thema mal von Aussen zu beleuchten – aus der Sicht einer Nichtbetroffenen, die doch sehr davon betroffen ist.

Hallo erstmal…….

Nun denn, seid herzlich willkommen hier in diesem etwas andersartigen Blog. Wir wünschen allen LeserInnen viel Spass und freuen uns über Kommentare, Mitblödeleien und Anregungen.

Euer Duo Infernale – Juliet und Diana

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